Liebe Mitreisenden,

nach der beeindruckenden Begegnung mit Delfinen, Pottwalen und einem Buckelwal in Kaikoura zog es uns wieder weiter – Richtung Norden.

Wir wollten die schöne Südinsel Neuseelands aber auf gar keinen Fall verlassen, ohne einen Ausflug in den Abel Tasman Nationalpark oder den Marlborough Sounds.

Weil sich die Frau Reisehas noch nicht von der Küste losreißen konnte entschieden wir uns bzw. ich, von Kaikoura aus immer schön am Wasser entlang Richtung Blenheim zu fahren :-). Von dort aus ging es weiter Richtung Picton zum Queen Charlotte Drive, der sich bis nach Havelock durch die Marlborough Sounds schlängelt.

Im wahrsten Sinne des Wortes schlängelt. Mir war teilweise ganz schön schlecht von den Serpentinen. Trotzdem waren diese 35 Kilometer die schönsten die wir in unserer Zeit in Neuseeland gefahren sind. Wieder ein Zeichen dafür, dass wir unserem Lonely Planet Reiseführer* vertrauen können ;-).

Selbst wenn mir nicht so schlecht gewesen wäre hätten wir eh alle 200 Meter angehalten.

Die Landschaft der Marlborough Sounds war irgendwie gigantisch und magisch zugleich.

Die Farben, die Ruhe, der Geruch… Deshalb gibt es jetzt auch ganz viele Bilder, weil ich das alles gar nicht beschreiben kann.

Wahnsinnig schön, oder?!

In Motueka in der Tasman Bay haben wir nach der Kurventour unser Nachtlager aufgeschlagen und sind tatsächlich ins Bettchen als es noch hell war. Mit das Schönste am Reisen – tun und lassen was und wann man es möchte.

Unser nächstes Ziel: Kaiteriteri.

Bei Wilsons Abel Tasman hatten wir eine dreistündige Kajak Tour gebucht. Unser Guide war super nett und hat mir gleich zu Beginn meine größte Angst genommen: Eskimorollen waren nicht Teil des Programms.

Nachdem alles wasserdicht verstaut war, wir uns schön mit Sonnencreme eingerieben hatten und die Schwimmwesten festgezurrt waren ging es auch schon los aufs Wasser.

Christian und ich saßen wortwörtlich in einem Boot – er hat gelenkt und ich gepaddelt (auch wenn es hierzu unterschiedliche Interpretationen gibt) ;-). Nach anfänglichen Schwierigkeiten haben wir es aber tatsächlich geschafft einigermaßen synchron und in die gleiche Richtung zu paddeln. War ganz schön anstrengend aber nach der ganzen Zeit im Camper war es höchste Zeit, dass wir uns mal ein bissl bewegen.

Immer schön an der Küste entlang sind wir bis zum berühmten Split Apple gepaddelt. In einer kleinen Bucht durften wir anschließend etwas verschnaufen und eine Fledermaushöhle erkunden. An meinem Gesicht könnt ihr sehen, dass die Höhle alles andere als wohlriechend war. So ohne Schuhe bin ich dann doch lieber nicht rein. Außerdem hatte ich schon Bilder im Kopf, wie ich aus der Höhle renne, von hunderten Fledermäusen davonrenne die ich natürlich alle aufgescheucht habe und Christian dabei die Aufnahmen macht mit denen er mich dann ein Leben lang aufzieht. Näh, diesen Triumph gönne ich ihm nicht!

Mit Puddingarmen sind wir nach drei Stunden wieder zurück zu unserem Camper und haben uns erstmal was Trockenes angezogen. Ich bin mir nicht sicher, ob es normal ist, dass man beim paddeln mit dem Kajak so nass wird ;-). Aber wir zwei Kindsköpfe haben es tatsächlich geschafft, pitschenass bis auf die Haut zu werden.

An dem Tag sind wir dann noch zurück nach Picton gefahren – unserem letzten Stop auf der neuseeländischen Südinsel. Zu unserem Glück sind wir am nächsten Tag bei stürmischem Regenwetter aufgewacht. Also ideale Bedingungen, um von Picton mit der Fähre drei Stunden nach Wellington zu fahren…

Deshalb gibt es von der Überfahrt auch leider keine Bilder :-(. Wir haben uns im Schiff verkrochen. An Deck stehen und Fotos machen war einfach nicht drin.

Auf der Nordinsel angekommen ging es in Wellington weiter mit Regen, Nebel und Wind. So schnell bekommt man Südinsel-Heimweh…

Da uns nicht sonderlich nach „Stadt“ war, haben wir in Wellington gar nicht großartig angehalten, sondern sind direkt bis Ohakune durchgefahren. Ohakune ist die Karottenstadt der Nordinsel. Zwei Drittel der Insel werden von Ohakune aus mit Möhrchen versorgt. Und dass das so ist, muss man natürlich auch zeigen. Mit einer riiiiiesen Möhre am Ortseingang. Da lacht und hüpft das Hasenherz. Gleich mal probieren…

Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Weltreise - Neuseeland - Nordinsel - Ohakune

Im nächsten Artikel geht es dann nach Rotorua – eine meine lustigsten Überraschung für Christian. Ihr könnt euch jetzt schon auf Bilder von seinem Gesicht freuen. Das dauert allerdings noch ein bisschen. Wir sind erstmal von Johannesburg nach Kapstadt gefahren und wollen euch natürlich auch davon berichten.

Fernwehreiche Grüße,

eure Frau Reisehas

P.S. Sicher ist es dir aufgefallen, einer meiner Links ist mit einem Sternchen versehen. Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate Link. Was das genau ist, erfährst du hier.