Liebe Mitreisenden,

nach unserem kurzen Aufenthalt in Los Angeles cruisten wir noch am gleichen Tag nach Santa Monica.

Dort endet nicht nur die historische Route 66. Auf dem fast 100 Jahre alten Santa Monica Pier befindet sich auch der berühmte Vergnügungspark, den ihr bestimmt aus etlichen Hollywoodfilmen kennt.

Wie immer, wenn das Meer in der Nähe ist, konnte ich es nicht abwarten den Sand unter meinen Füßen zu spüren. Also das Gepäck ins Hotelzimmer geworfen, unsere Daypacks geschnappt und los ging es.

Kleine Anekdote:

Wir konnten in den USA ab einem gewissen Punkt kein Fast Food mehr sehen. Deshalb haben wir uns für die Wegstrecken häufiger kleine geschälte Möhrchen gekauft. Schusselig wie ich bin, habe ich ein paar in meinem Daypack vergessen. Sie waren ungenießbar. Auf dem Weg zum Pier entsorgte ich die Möhrchen brav in einem Mülleimer. Ein paar Stunden später, auf dem Rückweg zum Hotel, sah das ganze dann so aus:

Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Weltreise - USA - Möhrchen in Santa Monica

Wir wissen bis heute nicht, was da passiert ist. Aber ich hätte sooo gerne ein Foto von unserem Blick auf das Möhrenfiasko. Wir haben uns gebogen vor Lachen :D.

Aber jetzt zum Pier…

Zugegeben, bei Tageslicht sieht man dass der Vergnügungspark schon etwas in die Jahre gekommen ist. Trotzdem ist es eine super schöne, entspannte Kulisse und Atmosphäre. Ein Besuch lohnt sich also in jedem Fall.

Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Weltreise - USA- Route 66
Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Weltreise - USA- Seelöwe
Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Weltreise - USA- St. Monica Pier
Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Weltreise - USA- Me happy
Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Weltreise - USA- Endlich Meer
Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Weltreise - USA- Musik am Pier

Am nächsten Tag zogen wir zwei Sportskanonen dann zum Muscle Beach. In der Hoffnung, dass uns vom Zuschauen riesige Muskelpakete wachsen. Bei Arnie hat es damals schließlich auch geklappt. War schon beeindruckend, was da alles rumstand. Also an Geräten. Ehm, also Fitnessgeräten und Sportler…

Am Venice Beach gab es dann das Kontrastprogramm

Gerechnet hatten wir mit Strandschönheiten. Bekommen haben wir Obdachlose und Grasgeruch. Das Gras gab es von grün gekleideten Menschen sogar auf Rezept. Ganz cool war der Skatepark. Wahnsinn, was manche Skater für Stunts draufhatten. Ob das an deren Gras lag, dass die so hoch flogen :-D?!

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Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Weltreise - USA - Baywatchfeeling
Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Weltreise - USA- Venice Beach
Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Weltreise - USA- Skate Park

Unser ganz persönliches Highlight in Santa Monica war Famima – ein kleiner Biosuperkiosk. Obst, Joghurt, Vollkornsandwiches, Gemüsesmoothies und Karottenkuchen. Das Futter-Paradies schlechthin.

Vollgepumpt mit Energie machten wir uns wieder auf den Weg.

Als typische Frühaufsteher kamen wir früh morgens um halb acht in Santa Barbara an – und das nach einer Fahrtstrecke von 91 Meilen.

Ursprünglich wollten wir in Santa Barbara übernachten, statt in Santa Monica.

Allerdings ist Santa Barbara ein richtiges Luxusstädtchen. Die Hauspreise sind mehr als doppelt so hoch, als im Rest von Kalifornien.

Mittlerweile können wir die hohen Preise aber nachvollziehen. Santa Barbara ist einfach wunderschön.

Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Weltreise - USA - St. Barbara Hafen I
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Zu unserem nächsten Stopp mussten wir uns etwas durchwurschteln. Ziel waren die 30 Kilometer langen Dünen von Guadalupe.

Wir fuhren etliche Kilometer durch Kohl-Felder, bis wir auf einem Mini-Parkplatz ankamen. Als Parkplatz haben wir es nur wegen der Bezahlhütte, die allerdings geschlossen war, erkannt. Die geschlossene Schranke vor dem Weg zu den Dünen und das Schild mit der Warnung vor Bären, machten das Ganze nicht wirklich vertrauenserweckend.

Nach etwas hin und her überlegen trauten wir uns aber.

Ehrlich gesagt, haben wir nur mit einem kurzen Fußweg gerechnet. Man gewöhnt sich irgendwie schnell daran, dass in den USA keine weiten Strecken gelaufen werden.

Zwei Kilometer ging es durch ein von Spinnweben und Spinnen gesäumtes Waldstück. Und anschließend über einen wunderschönen Holzsteg in Richtung Meer. Überall blühten so viele Wildblüten, dass die Luft intensiv nach Honig roch.

Zum Glück hatten wir an eine Flasche Wasser gedacht. Durch das Laufen in der Sonne waren wir ganz schön aus der Puste und schwitzten uns einen ab. Aber unser Mut durch den gefährlichen Spinnen- und Bärenwald zu schreiten wurde belohnt. Die Guadalupe-Dünen sind einfach traumhaft.

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Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Weltreise - USA - Guadalupe Dünen Steg
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Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Weltreise - USA - Guadalupe Dünen IV

Ihr wisst ja, dass wir uns entschieden hatten, auf unserem USA-Roadtrip hauptsächlich in günstigen Motels zu schlafen.

Um so überraschter waren wir, als wir in Pismo Beach auf den Parkplatz des SeaCrest OceanFront Hotels fuhren. Bisher definitiv das schönste Hotel auf unserer Strecke. Wir hatten eine eigene Terrasse und mussten nur zehn Meter bis zum Strand laufen. Abends wurde alles mit Laternen beleuchtet und der Sonnenuntergang war einfach traumhaft.

An Pismo Beach denken wir bis heute aber nicht nur wegen dem schönen Hotel gerne zurück.

Falls ihr mal dort seid, müsst ihr uuuuuunbedingt im Splash Café eine Clam Chowder (Muscheleintopf) aus der „bread bowl“ essen. Und wenn ihr dann noch hungrig seid… Obwohl – Nachtisch geht ja eh immer. Haltet unbedingt bei  Old West Cinnamon Rolls. Ein Traum und bestimmt ganz wenige Kalorien ;-). Aber hey, wen interessiert das schon auf Reisen.

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Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Weltreise - USA - Pismo Beach III
Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Weltreise - USA - Splash Cafe
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Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Weltreise - USA - Pismo Beach IV
Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Weltreise - USA - Clam Chowder

Jetzt aber genug vom Essen…

Pismo Beach hat noch tausende kleine Wintergäste. In Butterfly Grove überwintern bis zu 30000 Monarch-Schmetterlinge in Eukalyptusbäumen. Als wir da waren, waren es „erst“ 2000 Stück. Was wir anfangs für Blätter hielten, waren tatsächlich Schmetterlinge.

Könnt ihr sie erkennen?

Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Weltreise - USA - Pismo Beach - Butterflys Grove
Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Weltreise - USA - Pismo Beach - Butterflys Grove II

So ihr Lieben, mit diesen schönen Eindrücken lasse ich euch jetzt erstmal allein. Für uns geht es weiter nach San Francisco.

Fernwehreiche Grüße,

eure Frau Reisehas