Liebe Mitreisenden,

der absolute Horror auf Reisen – das Geld geht aus, oder man kommt nicht dran. Gibt’s nicht?

Ich bin ehrlich. Uns ist es schon passiert. Obwohl wir mit unserer 3-monatigen Weltreise schon einige Erfahrungen gesammelt hatten, was das Jonglieren mit Geld angeht.

Das Ganze spielte sich in etwas so ab:

2015 sind wir für vier Wochen nach Indonesien gereist. Wir hatten im Reiseführer gelesen, dass wir bei der Einreise auf Bali eine Touristensteuer bezahlen müssen. Diese hatten wir daher, brave Reisende wie wir sind, in Dollar dabei.

Am Flughafen in Denpasar dann die große Überraschung: Wir mussten diese Steuer gar nicht zahlen.

Wir haben uns natürlich riesig über das zusätzliche Reisebudget gefreut. Ohne zu ahnen, dass uns diese paar Scheinchen bald retten würden.

Ihr solltet wissen, dass ich mich bei der Planung unserer Indonesienreise schön rausgehalten habe… Nach der Weltreiseplanung, wollte ich mal den Luxus genießen, dass ich nicht genau weiß wo es hin geht. Ich wusste nur, wann ich meinen Rucksack packen muss und wann wir abfliegen.

Was die Finanzen anging, habe ich mich also vollkommen auf meinen Göttergatten verlassen.

Als wir in Ubud ankamen brauchten wir natürlich erstmal indonesische Rupiah. Ein Bankautomat war schnell gefunden und Geld abheben ist ja nun wirklich kein Hexenwerk.

Wenn man seine PIN dabei hat!

An der Gesichtsfarbe von Christian konnte ich schnell erkennen, dass er seine nicht wusste. So oft konnten wir auch nicht rumprobieren, sonst wäre die Karte am Ende ganz weg gewesen.

Natürlich hat Christian direkt seine Bank angerufen und eine neue PIN beantragt. Diese wurde allerdings zu uns nach Hause geschickt und nicht zu unseren offiziell Bevollmächtigten. Also dauerte es ganze fünf Tage, bis uns Christians Mama die neue PIN per Email schicken konnte. Gerade noch rechtzeitig bevor wir Ubud verließen.

Bis dahin hieß es rechnen, rechnen, rechnen… In den USA oder Neuseeland hätten wir ein echtes Problem gehabt. Das Schlimmste und für mich ein absoluter Albtraum war, dass ich sparen musste – und das bei den vielen kleinen Lädchen.

Hinzu kam, dass der Wechselkurs für unsere paar Dollar und Euros echt unterirdisch war…

Am Ende hat es irgendwie geklappt und wir mussten auch nicht hungern. Gelernt haben wir daraus einiges.

Hier meine Tipps zum Geld auf Reisen

Bargeld

Lass dir vor deiner Abreise 50€ – 100€ in die Währung deines Ziellandes wechseln. Die Höhe hängt natürlich auch von deinem Zielland ab. Auf Bali kommst du mit 50€ sehr viel länger aus, als beispielsweise in Australien.

Natürlich sollte man unterwegs keine Unmengen an Bargeld mit sich herumschleppen. Ich empfehle dir aber immer eine kleine Notreserve dabei zu haben. Verwende diesen „Notgroschen“ bitte nur für echte Notfälle. Auch wenn ich einige enttäuschen muss – Klamotten und Bierchen sind kein Notfälle ;-).

Fake-Geldbörse

Vorsicht vor Taschendieben!!! Nicht nur in Europas Metropolen musst du mit ihnen rechnen. Du kannst auch in jedem anderen Land der Welt an den Falschen geraten. Wir haben uns deshalb eine Fake-Geldbörse zugelegt. Also eine Geldbörse mit alten Karten, etwas Münzgeld und einen Schein im Wert zwischen   5€ – 10 €. Du fragst dich jetzt sicherlich wozu in eine solche Fake-Geldbörse ein echter Schein soll. Sagen wir mal so… Es soll Länder geben, in denen Polizisten bei Verkehrskontrollen, gerne mal die Hand aufhalten. Wenn du nun deine Fake-Geldbörse öffnest, hast du „leider“ nicht mehr als diesen einen Schein dabei. (Deine richtige „Reisekasse“ hast du vorher natürlich sicher versteckt).

Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Bali - Langfinger

Kreditkarte

Klingt jetzt vielleicht komisch, denn eigentlich ist das ja selbstverständlich: Nimm eine gültige Kreditkarte inklusive PIN mit. Ich bin durch unser Erlebnis echt nachhaltig geprägt (geschädigt trifft es eher) worden und gucke jetzt immer mehrfach nach, ob wir auch alles dabei haben. Wir machen es mittlerweile so, dass wir eine Hauptkreditkarte und eine Ersatzkreditkarte mitnehmen. Und wir erinnern uns regelmäßig an die PINs unserer Kreditkarten. Denn aufschreiben können wir aus hoffentlich bekannten Gründen, nicht empfehlen. Da wir nach wie vor ohne Handy reisen, ist auch der gute alte Trick mit dem Abspeichern als Telefonnummer leider raus.

Ich bin keine Fachfrau für Banken oder Kreditkarten, aber seit unserer Weltreise 2014, habe ich einen Favoriten. Ich bin DKB-Kundin und sage euch auch gerne warum:

Die DKB Kreditkarte kann ich weltweit überall einsetzen und sie kostet mich nichts.

Wird sie mir geklaut, erstattet die DKB alle Beträge, die zwischen Kartenverlust und der Sperrung abgebucht wurden. Ich muss also nichts selbst zahlen.

Es gibt extra für Reisende ein Auslands-Notfallpaket. Das gibt es noch nicht soooo lange, wir hätten es auf Bali sehr gut brauchen können. Aber da hatte ich meine Karte ja nicht mit…

Verliere ich meine Karte im Ausland bekomme ich innerhalb von 48 Stunden (in den meisten Ländern) eine Notfallkarte, die drei Monate gültig ist und/oder Notfallbargeld.

Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - DKB Kreditkarte

Ich kann zu Hause und im Ausland kostenfrei Geld abheben.

Aber aufpassen: In Thailand und den USA werden an manchen Geldautomaten extra Gebühren verlangt. Versucht auf einen anderen Bankautomaten mit Visa-Logo ausweichen. Falls das nicht geht – bei uns waren es ca. 3$, das kann man mal verschmerzen.

Toll ist auch, dass ich die Auslandsgebühren meiner Umsätze, von der DKB im Monat nach der Abbuchung erstattet bekomme. Diese Änderung ist mir am Anfang gar nicht aufgefallen. Ich habe mich immer gewundert, warum meine Bank mir regelmäßig Taschengeld schickt…

Einzige Bedingung: Ihr müsst im Monat mindestens 700€ an Geldeingängen haben.

Schau einfach hier, ob dir die Karte gefällt:

DKB-Cash Weltweit kostenlos Bargeld abheben*

Es ist wie mit allem – man muss sich wohl fühlen bei so einer Entscheidung.

PayPal

Quasi die dritte Zahlungsmethode im Bunde, was das Geld auf Reisen betrifft. Ich habe PayPal früher nur zum Bezahlen meiner Ebay-Errungenschaften verwendet. Mittlerweile nutzen wir es aber auch auf Reisen.

Viele Onlineeinkäufe und Buchungen kannst du mit Paypal bezahlen und musst nicht immer deine Kreditkartenangaben eintippen. Oftmals konnten wir sogar unsere Campingplätze in Australien über Paypal bezahlen. Sehr praktisch – vor allem der Käuferschutz.

Das Konto ist kostenlos und innerhalb der EU kannst du Geld kostenfrei hin und her schicken. Dazu braucht ihr nur die Empfänger-Emailadresse (der Empfänger muss jedoch PayPal-Kunde sein). Das Geld wird dann innerhalb von 1-2 Minuten verbucht.

DKB und PayPal arbeiten übrigens zusammen. Du kannst dadurch deine PayPal-Umsätze, online auf deiner DKB-Übersicht sehen. Das verhindert, dass du dich auf etlichen Seiten einloggen musst, wenn du unterwegs mal die Finanzlage checken möchtest.

Ein PayPal-Konto kannst du hier eröffnen.

So, das war es erstmal zum Thema Geld auf reisen. Falls du Fragen hast, immer her damit! Für mich war das am Anfang auch der reinste Dschungel.

Immer noch unschlüssig, wo es als nächstes hingehen soll? Hier zeige ich dir, wie du dein nächstes Reiseziel findest.

Fernwehreiche Grüße,

deine Frau Reisehas