Wonach suchst du dir ein Reiseziel aus? Nimmst du dir eine Landkarte und lässt ein Pendel kreisen? Drehst du einen Globus, schließt die Augen und stoppst ihn mit dem Finger? Oder wirfst du einfach eine Münze? Das passende Reiseziel ist gar nicht so einfach zu finden. Und das obwohl Inspiration an allen Ecken zu finden ist.

Reiseziele

Ja auch wir kennen das, wenn an der Seite deines Internetbrowsers ein Kästchen blinkt und dir günstige Flüge in ferne Teile dieser Erde verspricht. Einschlägige Urlaubs- und Buchungsportale bringen einen regelmäßig auf den neuesten Stand, wenn Reise-Schnäppchen oder „Error-Fare-Tarife“ verfügbar sind.

Was Error Fare ist?!

Das sind falsch eingestellte Preise von Unternehmen zu Flügen oder Hotels. Wenn du so eine Kennzeichnung siehst, könntest du theoretisch direkt zuschlagen, denn wenn denen ihr Fehler auffällt, ist dieses super Angebot futsch.
Ich gebe zu, dass die Versuchung einen Flug nach Kanada zu buchen, bei einem Flugpreis von 175 € (hin und zurück), verdammt groß war. Ich trauere diesem Angebot noch immer hinterher. Aber da wären wir wieder beim Thema. Bis du so flexibel um immer und jederzeit starten zu können? Wir sind es (leider) nicht.

Folgende Schritte solltest du bei der Reiseziel-Suche berücksichtigen:

Schritt 1: Das Klima

Magst du es kalt, warm oder heiß? Wenn du weißt in welchem Klima du deinen Urlaub verbringen möchtest, ist das schon mal die halbe Miete ;-). Bedenke, dass es auch in heißeren Ländern Winter und Frühling gibt. Neuseeland im Frühling war für uns echt eine Herausforderung. Der Ofen im Camper lief jede Nacht. Trotz toller Planung war es zu dieser Zeit kälter als gedacht. In Las Vegas hingegen war es so heiß, dass wir schon dort unsere Sonnencreme Vorräte aufbrauchen mussten – und das im Oktober. Auch das kann passieren!

Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Reisetipps - Planung - Warmes Klima in Australien
Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Reisetipps - Planung - Kaltes Klima in Neuseeland

Schritt 2: Der Zeitraum

Du solltest dir drei Fragen stellen:

Wie viele Urlaubstage stehen dir zur Verfügung?

Wie viele Urlaubstage möchtest du für deine Reise investieren?

Zu welcher Zeit wäre es dir möglich diese Urlaubstage zu nehmen?

Die erste Frage kannst du vermutlich schnell beantworten. Beim der Zweiten wird es dann schon schwieriger. Soll man nun einen langen Urlaub machen, damit sich ein Erholungseffekt einstellt oder lieber mehrere Kurzurlaube?

Kürzlich habe ich in einem Artikel gelesen, dass die Urlaubsdauer keine große Rolle spielt. Man soll jedoch mehrere Tage am Stück nehmen. Wenn möglich mehrmals im Jahr.

Da wir Langzeiturlaube lieben, sage ich an dieser Stelle vorsichtshalber, dass wir keine guten Ratschläge für All-Inclusive und Pauschalreisen geben können. Aber das hat sich ja mittlerweile rumgesprochen ;-).

Wenn wir Urlaub machen, müssen wir komplett raus aus dem Alltag.

Dazu reichen uns einfach keine zwei oder drei Wochen.

Beim dritten Punkt empfehle ich dir, deine Kollegen im Vorfeld, insbesondere Eltern, die oft auf die Ferienzeiten angewiesen sind zu fragen und den Chef an deiner zeitlichen Planung zu beteiligen. Erst wenn du das „OK“ hast, solltest du in die Feinplanung gehen. Es sei denn du magst das absolute Risiko und buchst schon mal vorab. Auch das haben wir völlig waghalsig schon mal gemacht… Und es hat zum Glück geklappt ;-).

Schritt 3: Das Budget

Du kannst für sehr kleines Geld reisen oder einfach mal richtig schön „auf die Kacke hauen“. Die wichtigsten Punkte sind der Flug, dein Fortbewegungsmittel im Zielland, die Unterkünfte, Lebensmittel und Ausflüge. Aber das kannst du erst wissen, wenn du weißt in welches Land du gerne reisen möchtest.

Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Reisetipps - Planung - Budget - Geld

Schritt 4: Informieren, informieren, informieren!!!!

Wenn du zwei oder drei Reiseziele zur Auswahl hast, solltest du dich gut informieren. Und damit meine ich nicht nur die besten Reisezeiten (Haupt- oder Nebensaison), sondern die politische Lage, Einreisebestimmungen oder Gesundheitsthemen (Impfungen oder ein selbst zusammengestelltes Erste-Hilfe-Set).

Wie viel ich im Vorfeld zu jedem einzelnen Land gelesen habe?! Ich kann es dir gar nicht mehr genau sagen. Aber es ist auf jeden Fall immer ein Lonely Planet Reiseführer dabei und ich lese viel in anderen Reise-Blogs. Es geht doch nichts über Geheimtipps.

Finde ich schöne Bilder in Zeitschriften, die mich einfach packen, kommen diese gleich an unsere Pinnwand* im Flur. So stehe ich mehrfach am Tag davor und kann mich wegträumen. Meistens ist es dann so, dass uns ein Land nicht mehr loslässt. Das muss es dann einfach sein.

Natürliche kannst du auch eine Pro- und Contra-Liste machen, oder mit deinem Partner, deiner Familie oder Freunden sprechen.

Wir lassen uns von unserem Bauchgefühl leiten.

Der Australier würde an dieser Stelle sagen: „It’s up to you!“

Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Reisetipps - Planung - Meine Pinnwand
Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Reisetipps - Planung - Lonely Planet Hefte

Wenn du jetzt noch entscheiden solltest deine Reiseplanung selbst in die Hand zu nehmen, solltest du je nach Reisedauer, natürlich früh genug loslegen. Das ist nämlich nicht immer einfach. Bei individuellen Reisen wie wir sie lieben, kann man sich tatsächlich auch mal verrennen – hier spreche ich aus Erfahrung ;-).
Aber dazu ein anders Mal mehr.

Falls du noch Tipps zum Thema Geld auf Reisen brauchst, schau doch hier mal nach.

Fernwehreiche Grüße,

eure Frau Reisehas

P.S. Sicher ist es dir aufgefallen, manche meiner Links sind mit einem Sternchen versehen. Bei diesen Links handelt es sich um Affiliate Links. Was das genau ist, erfährst du hier.