Liebe Mitreisenden,

wir haben es vom Lake Argyle in Westaustralien, ins Northern Territory geschafft.

Fast hätten wir die Zeitumstellung verschwitzt. Das Northern Territory liegt nämlich in einer anderen Zeitzone als WA. Die Uhr musste daher 90 Minuten vorgestellt werden.

So schnell war die Freude, dass es noch so früh am Tag ist, vorüber :-).

Ich weiß nicht ob es an der Erholung oder an den Temperaturen liegt, aber je länger wir unterwegs sind, desto mehr vergessen wir. Zum Beispiel Ostern. Natürlich haben wir die Osterhasen in den Supermärkten gesehen – aber irgendwie ignoriert.

Daher kamen wir auf die glorreiche Idee am Ostersamstag in den Litchfield Nationalpark zu fahren. Am Osterwochenende, wenn ganz Australien frei hat. Die Quittung kam recht schnell.

Und das direkt am ersten Punkt – den Buley Rockholes. Diese schönen Wasserlöcher konnten wir nicht wirklich sehen. Nicht etwa, weil sie zugewachsen wären. Nein, das Wasser war brechend voll mit Menschen und Poolnudeln in allen Farben. Wir schauten uns das Spektakel kurz an und entschieden uns dann zu flüchten. Das war dann doch zu viel Hektik.

Nach Wochen der Ruhe – Nationalparks für uns alleine und kaum Touristen – war das ein richtiger Schock.

Am nächsten Punkt, den Florence Falls, ging es uns ähnlich. Es war schwer ein Foto ohne Menschen zu machen…

Glücklicherweise ist an den Wangi Falls gerade Schwimmverbot. Großen Dank an die Krokodile, die es sich dort gemütlich gemacht haben.

So konnten wir den Nationalpark doch noch ein wenig genießen…

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Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Australien - Westküste - Litchfield NP - Krokodile?

Den besonderen Sightseeingpunkt „Termitenhügel“ haben wir uns erspart. Auf unserem Weg durch Westaustralien haben wir davon wirklich genug gesehen. Es gab also keinen Anlass sich noch einen anzuschauen, der lediglich von einem Zaun umgeben ist.

 Also, wenn ihr den Litchfield Nationalpark besucht, meidet die Ferien und Feiertage.

Aber schaut ihn euch auf jeden Fall an, er ist wunderschön!

Wirklich kaum zu glauben, aber nach ein paar schönen Stunden im Nationalpark waren wir auch schon am letzten Punkt unserer Reise angekommen: Darwin – die Hauptstadt des Northern Territories.

Nach Darwin reinzufahren ist eine Offenbarung. Statt roter Staubwüste erwartete uns eine Oase. Die Stadt ist unfassbar grün. Überall wachsen Palmen und die Anwohner übertrumpfen sich gegenseitig mit ihren riesigen Gärten. Die Bezeichnung  „Tropical Darwin“ passt also nicht nur wegen dem Wetter.

Wir konnten uns an der Pflanzenwelt Darwins kaum sattsehen.

Deshalb ging es auch als erstes in den Botanischen Garten (Eintritt frei). Als Freunde des Palmengartens in Frankfurt am Main müssen wir schließlich schauen, was die „Konkurrenz“ so treibt ;-).

Die unterschiedlichen Themengärten sind wunderschön angelegt und man kann gut von Schatten zu Schatten hüpfen. Hitze waren wir ja langsam gewohnt, aber in Darwin hat es wohl letzte Woche nur geregnet. Es war also unfassbar schwül und drückend. Das Gute ist, wenn man einmal so richtig durchgeschwitzt ist, ist einem auch alles egal.

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Also weiter an die Waterfront. Die Stadt Darwin hat hier Millionen investiert und das sieht man auch.

Der perfekte Ort um unsere Reise ausklingen zu lassen…

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Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Australien - Northern Territory - Darwin - Waterfront II

Unseren letzten Tag haben wir ganz im Aussi-Style verbracht. Da sehr viele Aussis permanent in Apartments auf dem Campingplatz leben, ist der Pool immer ein guter Ort zum Austausch. Im Campingplatz-Pool rumhängen, idealerweise mit etwas zu trinken in der Hand, einem Hut und Sonnenbrille auf und stundenlang miteinander quatschen.

Abends quetschten wir dann unsere Habseligkeiten in die Rucksäcke und verbrachten die letzten Stunden in guter Gesellschaft am BBQ.

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Den Campervan haben wir heute abgegeben.

Insgesamt sind wir ganze 6999 Kilometer in sechs Wochen gefahren.

 Unsere letzte Nacht in Australien werden wir in einem Hotel verbringen. So langsam müssen wir uns schließlich wieder an Wände gewöhnen. Wir sagen dazu gerne „gesellschaftsfähig“ werden – was auch immer das genau bedeuten mag :-).

 Denn seien wir mal ehrlich.

Mit jeder Reise verändern wir uns ein Stück.

Wir verändern unsere Sicht auf bestimmte Dinge. Werden entspannter und haben eine Grundzufriedenheit erreicht, die wir uns möglichst lange erhalten möchten. Wir entwickeln uns weiter und finden nach dem Alltagsstress wieder zu uns selbst. Ja, ich kann sagen, ich kann mich selbst wieder leiden.

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Mit ein Grund ist auch dieser Blog. Ich bin froh, dass ich diesen Schritt gewagt habe. Es macht mich glücklich, dass ich meine Erfahrungen und Erlebnisse mit euch teilen kann. Und natürlich wird es weitergehen. Ich werde euch nämlich von unserer Weltreise erzählen. Drei Monate – USA, Neuseeland, Australiens Ostküste, Singapur und Thailand. Herrlich war das…

Fernwehreiche Grüße,

 eure Frau Reisehas