Liebe Mitreisenden,

unaufhaltsam geht unsere Zeit in Westaustralien ihrem Ende zu.

Aber zu jedem Ende gehört auch ein gebührender Abschied – nicht wahr?!

Bevor wir diesen feiern konnten, stand uns aber unser längster Streckenabschnitt bevor. Von Broome bis Kununurra sind es ganze 1050 Kilometer.

Klingt für uns wahnsinnig viel. Die Aussis, denen wir das erzählten, zuckten nur mit den Schultern und sagten: „Nice Day-Trip“. In Australien denkt man eben in anderen Dimensionen.

Insgesamt zwölf Stunden haben wir bis Kununurra gebraucht. Oh ja, es war anstrengend. Sehr sogar.

Entschädigt wurden wir durch die atemberaubenden Landschaften, der Region Kimberley, durch die wir gefahren sind. Es wechselte zwischen trockener Wüste bis hin zu grünen Bergen und wieder zurück. Leider kamen wir auch an ein paar Buschfeuern vorbei, diese waren aber zum Glück weit genug von uns entfernt.

Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Australien - Westküste - Weg nach Kununurra
Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Australien - Westküste - Weg nach Kununurra II
Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Australien - Westküste - Weg nach Kununurra

Abgesehen von ein paar Roadhouses durchquerten wir Fitzroy Crossing und Halls Creek. Dort hatten wir aber eher Fluchtgedanken, als den Wunsch zu bleiben. Die beiden Orte wirkten doch ziemlich trostlos… Unsere Entscheidung bis Kununurra durchzufahren war also definitiv richtig.

Begrüßt wurden wir dort von Regen – juhuuuuuuu!

Nach wochenlanger Fahrt durch die Wüste haben wir uns über die paar Tropfen riesig gefreut.

In Kununurra blieben wir nur eine Nacht. Außergewöhnliches kann ich über diesen kleinen Ort nicht berichten. Außer eines: Wir haben uns ein im Mango Café ein Frühstück gegönnt. Und das kann ich absolut empfehlen! Das Avocadofrühstück und die Smoothies sind ein Traum. Das Café steht übrigens gerade zum Verkauf. Kam für uns leider nicht in Frage – zu weit weg vom Meer ;-).

Gut gestärkt fuhren wir an dem Tag nur 70 Kilometer. Ziel war der Lake Argyle. Nach der langen Strecke von Broome nach Kununurra wollten wir uns nur noch ausruhen.

Ein paar Fakten zum Lake Argyle:

Derzeit liegt die tiefste Stelle bei 46 Metern. Das Wasservolumen beträgt das 27-fache des Sydney-Harbours.

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Je nach Wasserstand kann er eine Fläche von bis zu 1000 km2 einnehmen.

Der See versorgt die Orte Kununurra und Wyndham und den Großteil einer nahegelegenen Diamantmine mit Strom.

Er gibt circa 30 000 Süßwasserkrokodilen und viiielen anderen Lebewesen eine Heimat.

Man schwimmt also nie allein…

Das konnten wir dann bei einer kurzen Badepause, während einer Bootstour, inmitten des Sees, ausprobieren. Es war herrlich. Krokodile haben wir leider keine gesehen.

Dafür aber ein Wallaroo – eine Mischung aus Wallaby und Känguru.

Lake Argyle ist echt beeindruckend und wir haben uns ein klein wenig geärgert, dass wir nicht direkt von Broome durchgefahren sind.

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Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Australien - Westküste - Lake Argyle - Sonnenuntergang III
Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Australien - Westküste - Lake Argyle - Sonnenuntergang
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Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Australien - Westküste - Lake Argyle - Sonnenuntergang II
Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Australien - Westküste - Lake Argyle - Sonnenuntergang und ich

Unser Campingplatz war der Schönste, den wir bisher in Westaustralien hatten. Lustigerweise nennt er sich Resort…

Nicht abschrecken lassen, es ist und bleibt ein Campingplatz ;-).

Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Australien - Westküste - Lake Argyle - All Inclusive

Das soll dem Ganzen wohl einen Hauch von Exklusivität geben. Ich hätte nie gedacht, dass uns das im Leben nochmal passiert, aber wir mussten tatsächlich All-Inclusive-Bändchen tragen – Damit man uns als Resortgäste identifizieren kann.

Was tut man nicht alles :-).

So hatten wir wenigstens Zutritt zum absoluten Highlight des Campingplatzes: Der Infinity Pool mit Aussicht auf Lake Argyle. Nachmittags war der natürlich brechend voll. Aber früh morgens um halb acht, waren wir ganz allein. In einem Infinity-Pool schwimmen kann ich also von meiner Bucket-List streichen. Das Video, wie ich laut qietschend reinhüpfe bleibt übrigens unter Verschluss ;-).

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Leider mussten wir dann Westaustralien auf Wiedersehen sagen. Lake Argyle liegt direkt an der Grenze zum Northern Territory. Weiter geht es nach Darwin.

Ich versuche einfach nicht daran zu denken, dass wir damit dem Ende unserer Reise immer näher kommen. Also ich könnte noch ewig so weitermachen – Ihr nicht auch?!

Fernwehreiche Grüße,

eure Frau Reisehas