Liebe Mitreisenden,

so richtig lange hält es uns nie an einem Ort. Daher waren wir nach vier Nächten in Monkey Mia auch mehr als bereit für die nächste Tour.

Von unserem Zielort Carnarvon trennten uns nur 350 Kilometer – so langsam bekommen wir Übung mit den langen Strecken.

Wir haben uns vorher nicht wirklich informiert was Carnarvon zu bieten hat.

Wichtig war nur eins: Die Einwohnerzahl  von knapp 9000!

Das konnte nämlich nur eines bedeuten…

Es muss einen großen Supermarkt geben!

Kennt ihr den Film Castaway mit Tom Hanks? Ja?! Man hätte durchaus meinen können, dass wir genau so lange nichts Richtiges zu Essen hatten.

Diesmal reichte nicht ein großer Wagen – Nein, jeder von uns hatte einen. Unter anderem versorgten wir uns mit 60 L Trinkwasser. Bei den derzeitigen Temperaturen geht das schnell weg und wir konnten ja auch nicht mit Sicherheit sagen, wo der nächste große Supermarkt auf uns wartet.

Carnarvon liegt direkt am Gascoyne River.

Auf beiden Seiten des Flusses liegen jede Menge Obst- und Gemüseplantagen, die die Versorgung der Westaustralier sicherstellen.

Eine Fahrt entlang des Gascoyne Food Trail lohnt sich auf jeden Fall.

Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Australien - Westküste - Carnarvon - Farms

Wir waren nur etwas über die Schilder überrascht, die alle Farmen am Eingangstor stehen hatten: „No Backpackers! Keep out! Go away, no work!” Dabei hatten wir gelesen, dass es hier ab März sehr viel Saisonarbeit geben soll.

Falls ihr euch also irgendwann mal auf den Weg macht um auf einer Farm zu arbeiten, solltet ihr euch besser vorher nochmal informieren.

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Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Australien - Westküste - Carnarvon - Farms III
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Wir nutzten den kleinen Farm-Shop an der Straße und kauften uns eine Wassermelone. Soooo lecker!

Normalerweise ist das gesamte Angebot größer, aber wir haben ja gerade erst Saisonbeginn.

Am historischen One Mile Jetty hatten wir die Wahl entweder selbst zu Laufen, oder mit der Coffee Pot Train zu fahren. Die verrosteten Gleise waren nicht sehr vertrauenserweckend.

Und historisch heißt hier auch wirklich historisch. Teilweise waren die Planken so morsch, dass wir fast eingebrochen, oder an riesigen rostigen Nägeln hängengeblieben sind.

Also besser festes Schuhwerk als Flip-Flops :-).

Für Weltraumbegeisterte ist sicherlich das Space and Technology Museum etwas.

Dieses ist direkt an die OTC (Overseas Telecommunication) Dish angeschlossen, die das Stadtbild von Carnarvon definitiv prägt.

Erbaut wurde diese Station 1964 gemeinsam mit der NASA. In den folgenden Jahren wurden unter anderem die Raumfahrtmissionen der Gemini und Apollo überwacht.

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Zu Beginn durften wir uns erstmal in eine kleine Raumkapsel (maßstabsgetreu) legen und den Start der Apollo 11 mit original Ton- und Bildaufnahmen nachverfolgen. Wir haben uns allerdings geweigert, dazu in die Raumfahrtanzüge zu steigen.

Dazu war es nun wirklich zu heiß.

Das kleine Museum bietet allerlei Sammlerstücke rund um die Raumfahrt. Es wurde bereits von vielen berühmten Astronauten (zum Beispiel Buzz Aldrin) besucht und macht einfach Spaß. Schön ist, dass man fast alles anfassen darf. Das geht in den meisten Museen ja leider nicht.

In Carnarvon hielt es uns nicht lange und wir fuhren weiter nach Coral Bay. Dort kann man sich auf jeden Fall nicht verlaufen, denn der Ort besteht nur aus einer Straße.

Aber der Name Coral Bay könnte treffender nicht sein. Man muss vom Strand nur wenige Meter ins Wasser laufen und kann an den schönsten Korallenriffen tauchen.

Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Australien - Westküste - Coral Bay - Britz

Die Schnorcheltouren, die dort an jeder Ecke angeboten wurden, brauchten wir gar nicht.

Sonnenschutzklamotten an, Schnorchelausrüstung untern Arm gepackt und los ging es.

Ist echt Wahnsinn was wir in der kurzen Zeit, die wir unterwegs sind, schon an Fischen gesehen haben.

Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Australien - Westküste - Coral Bay - Unterwasserwelt

Natürlich ist man an solchen Orten nicht allein. Coral Bay ist sehr bekannt und beliebt. Der Campingplatz war nahezu ausgebucht und man sagte uns, es wäre noch ruhig. Bald gehen hier die Osterferien los, da wird es erst wohl erst richtig voll.

Uns war es ehrlich gesagt so schon zu viel Trubel und wir sind nach einer Nacht wieder abgereist.

Schließlich wartete Exmouth mit seinen wunderschönen Giganten auf uns…

Fernwehreiche Grüße,

eure Frau Reisehas