Liebe Mitreisenden,

nach dem Yanchep Nationalpark geht weiter geht es Richtung Norden, in den Nambung Nationalpark. Ledge Point haben wir bei regnerischem Wetter verlassen.

Auf dem Weg nach Pinnacles Desert klarte es aber zum Glück etwas auf.

Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Australien - Westküste - Nambung NP

Unser Camper bekommt nach und nach die typisch rote Färbung, an der man immer gut erkennen kann, wer schon länger unterwegs ist und wer noch „Frischling“ ist.

Zwar sind Kalksteinformationen an der ganzen Küste Westaustraliens zu finden, aber nirgends so konzentriert wie in Pinnacles Desert.

Aus Wüstensand schauen überall Kalksteine in den unterschiedlichsten Formen heraus.

Wie diese entstanden sind, ist noch nicht vollständig erforscht.

Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Australien - Westküste - Pinnacles Desert I

Man vermutet aber, dass die Kalksteine über die Jahrhunderte immer wieder vollständig mit Sand bedeckt und wieder freigelegt wurden.

Wenn man ganz genau hinschaut, erkennt man in ihnen auch die Überreste von Muscheln.

Da das Wetter einigermaßen stabil war, sparten wir uns den 4 km langen, geführten Fahrweg durch die Pinnacles und nahmen den 1.2 km langen Rundweg zu Fuß. Mitten in den Pinnacles kam ich mir vor, wie auf einem anderen Planeten. Der gelbe Sand in Kombination mit hunderten von Kalksteinen hatte schon etwas Außerirdisches.

Leider fing es nach der Hälfte des Weges an zu schütten.

Also Kamera weggepackt und die Beine in die Hand genommen.

Klatschnass kamen wir an unserem Camper an, wollten aber noch nicht aufgeben. Schnell umgezogen und dann halt doch den Autorundweg genommen – ausnahmsweise.

Unser Campervan hat zwar keinen Allradantrieb, kämpfte sich aber ganz gut durch den Sand.

Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Australien - Westküste - Pinnacles Desert II

Nächster Stopp war dann Lake Thetis. Dort wollte ich unbedingt die Stromatolithen sehen.

Ja, ich gebe zu, da geht nur Biologen das Herz auf.

Stromatolithen findet man eigentlich fast nur als Fossilien. Hier in Australien gibt es aber tatsächlich noch Lebende!

Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Australien - Westküste - Lake Thetis

Es sind Gesteinsbildungen, die durch die Lebensgemeinschaft der ältesten Organismen unserer Erde, den Cyanobakterien, gebildet werden. Dieser Prozess lief bereits vor circa 3.5 Milliarden Jahren genauso ab. Unfassbar!

Wir hatten gerade ein paar Fotos gemacht, da fing es schon wieder an zu schütten. Während dem Sprint zurück zum Camper, kam uns eine asiatische Familie entgegen. Wenn ich so schnell, wie die an mir vorbeiflitzten, richtig gezählt habe, waren es zehn Personen und natürlich auch nicht wettergemäß gekleidet.

Wie auch immer sie das geschafft haben, aber wir waren gerade wieder in unseren Camper eingestiegen, da waren sie auch schon wieder zurück. Und das bei einer Strecke von 500 Metern hin und zurück.

Respekt!

Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Australien - Westküste - Lake Thetis Wetterchaos

Wir zogen uns also zum zweiten Mal an dem Tag um und fuhren dann nach Cervantes, unserem letzten Stopp für den Tag. Hier unternahmen wir unsere ersten Angelversuche. Ich verstehe davon ja nichts, aber ich habe meinem Mann versprochen, dass ich Fisch essen würde, wenn er denn einen fängt.

Am Bootssteg wurden wir von einer übellaunigen australischen Familie begrüßt – war unsere erste in dem Urlaub. Ich weiß nicht ob wir unwissender Weise, ausgerechnet an ihrem Stammplatz geangelt haben, oder ob ihre Fangquote an dem Tag (Null Fische), der Grund dafür war. Auf jeden Fall haben sie sich erstmal köstlich amüsiert, als mein Mann seine Angelgerätschaften ausgepackt hat.

Denen wollten wir es zeigen! Gereicht hat es am Ende leider nur für Gemüse.

Das hätte dann nur mich satt gemacht.

Aber wir geben nicht auf und ihr erfahrt es natürlich direkt, wenn wir etwas fischähnliches gefangen haben!

Am nächsten Tag fuhren wir weiter nach Jurien Bay.

Ein schöner kleiner Küstenort, in dem wir zum ersten Mal am Strand waren.

Das Wasser war ganz schön kalt. Für mehr als wadentief hat es erstmal nicht gereicht.

Auch hier waren wir beim Angeln leider nicht erfolgreich.

Wir konnten nicht mal den Flip Flop von meinem Mann retten, den die Wellen davongetragen haben. Der reist jetzt einfach um die Welt, wir haben ausgiebig gewunken.

Den Snorkel-Trail in Jurien Bay konnten wir leider nicht ausprobieren.

Dazu war der Wind zu heftig und damit auch der Wellengang.

Am alten Bootssteg hat man mit 79 Reefballs aus Beton ein künstliches Riff angelegt, das sich über einen Rundkurs von 100 Metern erstreckt.

Beim nächsten Mal…

Am nächsten Tag fuhren wir weiter nach Jurien Bay.

Ein schöner kleiner Küstenort, in dem wir zum ersten Mal am Strand waren.

Das Wasser war ganz schön kalt. Für mehr als wadentief hat es erstmal nicht gereicht.

Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Australien - Westküste - Cervantes - Anglerglück
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Beeindruckend fand ich das „Rest in Reef“ Projekt.

Die Asche Verstorbener kann in die Reef Balls eingearbeitet werden und wird so zum Teil von etwas Neuem. Ein schöner Gedanke…

Damit verabschiedeten wir uns von Jurien Bay und reisten weiter nach Greenhead. Dort machten wir uns auf, um das bestgehütete Geheimnis Greenheads zu entdecken.

Aber dazu mehr im nächsten Artikel.

Fernwehreiche Grüße,

eure Frau Reisehas

Nur Fotos reichen dir nicht? Schau dir hier das Video zum Artikel an: