Hallo liebe Mitreisenden,

mittlerweile sind wir raus aus Perth, haben die süßen Quokkas hinter uns gelassen  und sind Richtung Norden unterwegs.

Das Navi, das uns eh immer in die falsche Richtung geschickt hat, haben wir ausgestellt.

Der Weg könnte nicht einfacher sein – es gibt nur eine Straße, den Indian Ocean Drive.

Dieser führte uns zuerst zum Yanchep Nationalpark. Dort haben wir uns direkt mit dem National Park Holiday Pass ausgestattet und haben jetzt für vier Wochen quasi eine Nationalpark-Flatrate.

Wir entschieden uns gegen den Besuch der Tropfsteinhöhle und umrundeten stattdessen zu Fuß den Loch McNess.

Ja, wir sind wirklich in Australien!

Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Australien - Yanchep Nationalpark Lake
Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Australien - Yanchep Nationalpark Road Sign

Nessi hätten wir auch gar nicht sehen können.

Der 2.7 km lange Wetlands walk trail, führte zwar um den See herum, den sahen wir aber vor lauter Urwaldbewuchs gar nicht.

Das Gleiche gilt für das Western gray kangaroo.

Das wir dieses nicht sehen würden war uns aber schon vorher klar. Immer dann, wenn laut Schildern und Reiseführer jede Menge dieser Tiere herumlaufen sollen, können wir uns noch so sehr anstrengen – wir sehen sie einfach nicht.

Diese Erfahrung haben wir bereits an der Ostküste Australiens mit dem Cassowary machen dürfen…

Auf unserer Route kamen wir auch mit ersten Wildtieren in Kontakt.

Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Australien - Yanchep Nationalpark Grasshopper
Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Australien - Yanchep Nationalpark Beer
Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Australien - Yanchep Nationalpark Spider

Nach dem anstrengenden Spaziergang stärkten wir uns erstmal in den Chocolate Drops Tearooms, die berühmt sind für ihre selbstgemachte Schokolade.

 Zum Abschluss liefen wir noch über den Koala Boardwalk und waren tatsächlich erfolgreich.

Bei genauem Hinsehen haben wir insgesamt vier Koalas erspähen können.

Frau Reisehas - Reiseblog gegen Fernweh - Australien - Yanchep Nationalpark Koala

Diese hingen in den merkwürdigsten Positionen, hoch oben in den Astgabeln der Eukalyptusbäume – natürlich schlafend.

Im Souvenirshop erstanden wir noch einen Stoffbeutel zum Einkaufen. Während in Deutschland Plastiktüten mittlerweile Geld kosten, hat dieses Umdenken in Australien leider noch nicht begonnen.

Zwar ist es praktisch, dass man im Supermarkt seine Waren direkt eingepackt bekommt, aber eine Honigmelone in drei Plastiktüten?! Nein danke, die habe ich mir lieber unter den Arm geklemmt.

Nächste Station war Lancelin. Eine Stadt, die unter Windsurfern sehr bekannt ist. Wir haben uns dort allerdings maximal 15 Minuten aufgehalten. Zum einen, um an der Touristeninfomation ein Buch mit den lokalen Angelregularien zu erstehen, zum anderen für einen Apothekenbesuch. Nachdem mein Arm nach den Bremsenstichen auf Rottnest Island auf mehr als die doppelte Dicke angeschwollen war, entschieden wir uns dann doch mal etwas zu unternehmen.

Zum Übernachten fuhren wir wieder ein Stück zurück, nach Ledge Point.

Der Caravan Park dort war wirklich eine Wucht! Sehr gepflegt und schön grün. Als wir ankamen, war der Platz fast leer. Ich kann gar nicht mehr sagen, wie lange es gedauert hat, aber gefühlt haben wir nur zu Abend gegessen. Danach war der Platz voll!

Und zwar nicht mit Touris, die sich wie wir einen Wohnwagen gemietet haben. Stattdessen kamen mehrere allradangetriebenen Geländewagen – inklusive Trailer. Überall liefen Motoren und es wurde gehämmert was das Zeug hielt. Innerhalb kürzester Zeit waren Pavillons aufgestellt, Kühlboxen verteilt, Dartscheiben aufgehängt, Lichtanlagen installiert und riesige Grills ausgepackt.

Am Ende kamen wir uns vor wie auf einer kleinen grünen Insel mitten in der Großstadt.

Was die Australier an Campingausrüstung dabei hatten war kaum zu fassen. Wäre es ums abends Ausgehen gegangen, würde ich sagen, wir waren absolut underdressed! Ein Campervan, ein Tisch und zwei Stühle – ziemlich spartanisch. Zum Glück sind die Australier ein sehr tolerantes Volk :-).

Wir haben lange überlegt woran es liegen könnte, dass auf einmal so viele Australier ankamen.

Irgendwann haben wir es begriffen – es war Wochenende.

Ein gutes Zeichen, dass wir schon jedes Zeitgefühl verloren haben.

Mein Handy ist mittlerweile seit zehn Tagen ausgeschaltet und das wird auch die restliche Zeit so bleiben. Manchmal wäre eine Uhr ganz praktisch, aber auch da habe ich schnell wieder gelernt, mich nach der Sonne zu richten.

Mein Mann testet mich gerne und fragt nach der Uhrzeit. Bisher habe ich maximal 20 Minuten danebengelegen, egal zu welcher Tageszeit.

Also ihr Lieben, ab und zu mal Handys, Laptops, Tablets, Fernseher usw. ausschalten und in den Himmel schauen!!!

Und jetzt ist es definitiv Zeit für ein bisschen Meer…

Fernwehreiche Grüße,

eure Frau Reisehas

Nur Fotos reichen dir nicht?! Schau dir hier das Video zum Artikel an: